Insulintherapie intensivieren bei ausgeprägter Diabetes





In der heutigen Zeit existieren verschiedene Möglichkeiten einer Insulintherapie, die je nach Diabetes Typ, Schweregrad und Lebenssituation zum Einsatz kommt. Reicht bei Diabetikern eine Therapie mit den sogenannten Antidiabetika nicht mehr aus, so benötigt er in der Regel eine Insulintherapie. Dies kommt zum Tragen, wenn eine Erschöpfung oder gar Einstellung der Insulin produzierenden Zellen auftritt. In diesem Fall erhält der Diabetiker eine konservative Insulintherapie. Dies bedeutet, dass zu bestimmten Zeiten eine genau festgelegte Insulinmenge gespritzt wird. Oftmals zwei- bis dreimal pro Tag. Hier ist es sehr wichtig, dass diese Vorgaben genau eingehalten werden. Die Flexibilität der Mahlzeitenverschiebung entfällt hier, denn werden die Mahlzeiten nicht nach dem Essensplan verteilt, kann es sehr leicht zu einer Unterzuckerung kommen.
Eine weitere Möglichkeit der Insulintherapie besteht in der intensivierten Insulintherapie. Diese wird auch als Basis-Bolus-Therapie bezeichnet und wird in dieser Form bei Typ 1 Diabetikern durchgeführt. Zum Einsatz kommt hier ein sehr langsam wirkendes Insulin, welches mit zwei bis drei Spritzen injiziert wird. Dadurch wird der Basisbedarf des Körpers gedeckt. Zusätzlich wird dann das normale Insulin gespritzt, welches den Bedarf bei den Mahlzeiten deckt. Da der Basisbedarf durch diese Therapie immer gedeckt ist, können Betroffene ihre Mahlzeiten frei planen und sind somit nicht an strenge Zeitpläne gebunden. Insgesamt müssen Betroffene allerdings vier- und achtmal pro Tag spritzen. Durch diese Therapie können Spätschäden durch die Diabetes verhindert werden. Ist bei Diabetikern die Bauchspeicheldrüse noch in der Lage die Basisversorgung mit Insulin bereitzustellen, wird hier oftmals die supplementäre Insulintherapie eingesetzt. Dies betrifft vor allem die Diabetes Typ 2 Diabetiker.

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