Übersäuerung und Osteoporose
Eine der am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten der modernen Zeit ist die Osteoporose. Darunter versteht man einen Abbau der Knochensubstanz (Knochenschwund). Das Ergebnis sind schwache, zerbrechliche Knochen, die schnell zu Brüchen neigen. Von dieser Krankheit sind besonders Frauen betroffen, da sie von Natur aus ein schwächeres Knochenskelett als Männer haben. Osteoporose ist keine Erscheinung der Neuzeit, sondern war schon immer vorhanden. Sie zeigt sich nur in der Gegenwart deutlicher als früher, da die Menschen immer älter werden. Da die Osteoporose ein lebenslanger Prozess ist, schreitet er um so stärker voran, je älter die Menschen werden. Ein anderer Faktor, der die Osteoporose begünstigt, ist eine falsche Ernährung. Fettreiche Ernährung mit vielen Kalorien und wenig Ballaststoffen begünstigt nicht nur Übergewicht und damit eine stärkere Belastung der Knochen, sondern auch eine Übersäuerung des Körpers.
Die Abbauprodukte der tierischen Eiweiße in Fleisch und Fisch, Fett, Kaffee, Zucker Cola und Energydrinks sind Säuren, die vom Körper neutralisiert werden müssen, um entfernt werden zu können. Zum Neutralisieren der Säuren sind Mineralstoffe nötig, insbesondere Kalzium, Kalium und Magnesium. Da der Körper diese Mineralien in der Nahrung nicht in ausreichender Menge zugeführt bekommt, greift er auf körpereigene Mineraldepots zurück. Neben den Haaren, Zähnen und Nägeln sind das in erster Linie die Knochen. Durch den Entzug der Mineralien werden die Knochen geschwächt und das Fortschreiten der Osteoporose begünstigt.
Man kann Osteoporose nicht rückgängig machen, den Prozess aber, wenn nicht stoppen, so doch zumindest stark verlangsamen. Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt in einer ausgewogenen gesunden Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Man sollte sich möglichst abwechslungsreich und ausgewogen ernähren. Frisch gekochte Kost ist am besten, da die in ihr enthaltenen Vitamine und Mineralien am wirksamsten sind. Zudem enthalten Fertiggerichte und Fast Food chemische Stoffe, die vom Körper mühsam verarbeitet werden müssen. Die dabei benötigte Energie fehlt bei der Fettverbrennung.